Einen Hochzeitsfotografen finden

Wie kann man einen Hochzeitsfotografen finden der wirklich das gewünschte Ergebnis liefert? Viele Paare stellen sich vor ihrem großen Tag eine entscheidende Frage: „Schatz? Was ist eigentlich mit Bildern? Wir müssen da noch jemanden suchen“. Das ist wohl einer der häufigsten Sätze von Paaren, einige Wochen oder Monate vor ihrer Hochzeit.

Jetzt gibt es eine Mission: Einen Hochzeitsfotografen finden. Doch wie? Was macht diesen überhaupt aus und was kostet er denn?

Stiel

Zunächst halte ich es für immens wichtig, dass dem Paar die Bilder des ausgewählten Fotografen gefallen. Jeder Fotograf und auch Videograf hat seinen eignen Stil, seine eigene Note die er in seine Bilder gibt. Hier geht das Spektrum weit auseinander. Von Bearbeitungen aller Art über Schwarz-weiss sowie Vintage bis hin zu völlig abgedrehten Hochzeitsbildern. Wenn euch als Paar der Stil des Fotografen nicht zusagt ist es nicht der richtige Fotograf für euch. Auch dann nicht, wenn die Sympathie stimmt.

Das wäre wie den Verkäufer eines BMW nett und hilfsbereit zu finden. Wenn ihr von Aussehen lieber einen Mercedes wollt passt das eben leider nicht.

Professionalität

Doch wann ist jemand professionell? Ein guter Fotograf darf „verrückt“ sein, darf und soll kreativ sein. Wichtig ist aber das ihr mit ihm „warm werdet“. Ihr euch bei dem Fotografen wohl fühlt, das Gefühl bekommt er möchte das bestmögliche Ergebnis für euch erzielen. Er eigene Ideen und Pläne mit einbringt die zu dem Paar gut passen könnten. Aber noch viel mehr gehört dazu. Oft gibt es Paare die folgenden Fehler begehen. „Schatz, der Hobbyfotograf der Abends immer die Partybild macht ist total günstig, lass uns doch den nehmen“. So etwas kann gut gehen, muss es aber nicht. Ein Fotograf der seine Arbeit erst nimmt ist auch für den Ernstfall abgesichert. Genau das trennt die Spreu vom Weizen. Das bedeutet für euch folgendes. Ein guter Fotograf hat:

  • eine Zweit Kamera die mindestens gleich gute Ergebnisse liefert, im Rucksack oder Auto.
  • einen Laptop oder eine zweite SD Karte, damit die Bilder mehrmals über den Tag gesichert werden können.
  • mehrere Objektive, z.B. ein Weitwinkelobjektiv, um auch auf engem Raum ein Gruppenbild machen zu können.
  • an genügend Akkus und Kapazitäten gedacht, um auch Notfalls bis Nachts zu fotografieren.
  • anschauliche Referenzen die begeistern können.
  • je nach Budget einen Helfer dabei oder die Planung ist so gut, dass er weiß was ihn erwartet.

Wenn es dunkel wird

Ja das passiert. Auf einer Hochzeit wird es dunkel Nämlich oft dann wenn die Torte rollt und alle Lichter plötzlich ausgehen Ein Fotograf der weiß was er tut ist stets über den Ablauf informiert und greift rechtzeitig in das Geschehen ein. Auch ist er nicht verwundert sondern plant im Kopf bereits die nächsten Schritte. Wie muss meine Kamera eingestellt sein falls jemand das Licht ausmacht? Ein guter Fotograf weiß die Party einzufangen und knipst nicht einfach drauf los. Emotionen der Partygäste werden eingefangen, viele schöne Bilder entstehen. Bei einigen Hobbyfotografen sehen die Bilder solange gut aus bis der Abend naht, dann ist jedes Bild plötzlich „verrauscht“ wieso? Viele Fotografen im Semi Professionellen Bereich verfügen nicht über das know how wie sie in entsprechenden Momenten arbeiten müssen. Oder im anderen Fall war das Geld für eine Kamera die auch in der Nacht eine rauschfreie Qualität abgibt nicht mehr da.

Budget

Jetzt kommt vielleicht der bittere Beigeschmack. Ein guter und professioneller Fotograf der sein Handwerk beherrscht weiß auch was seine Arbeit Wert ist. Hier schwanken die Gagen der Fotografen für eine Tagespauschale sehr stark und es kommt sehr genau darauf an was dieser zu leisten vermag. Wie viele Bilder sollen es am Ende werden? Wie viele sollen bearbeitet werden? Wo findet das Brautpaar Shooting statt? Wie viele Stunden soll der Fotograf da sein? Kommt noch ein Fotobuch dazu?

Hier sind Tagesgagen von 1000-3000 völlig normal. Die meisten Fotografen sind selbstständig und müssen wie alle anderen auch, hiervon noch alle möglichen Sozialabgaben, Versicherungen und Steuern zahlen, sowie sich Rücklagen für den Winter schaffen, in dem in der Regel weniger geheiratet wird. Bespricht mit eurem Wunschfotografen genau und in aller Ruhe eure Vorstellungen und haltet alles gemeinsam fest. So gibt es am Ende keine bösen Überraschungen oder Missverständnisse. Letzten Endes sind wir alle nur Menschen. Also keine Angst „Der beisst nicht, der will nur fotografieren“ 😉

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