Warum ein Hochzeitsfotograf keine Videos machen sollte.

Hochzeitsfotograf_vs_Hochzeitsvideograf

Es gibt einige Hochzeitsfotografen die auch Hochzeitsfilme anbieten. Auf den ersten Blick vielleicht nicht ungewöhnlich, immerhin ist ein Video nichts weiter als eine schnelle Anreihung von einzelnen Bildern. Dennoch sollte man sich einige wichtige Punkte vor Augen führen. Welche genau wollen wir euch hier verraten.

Fotos und Videos gleichzeitig sind unmöglich

Also eins können wir euch im Voraus verraten: Wenn ein Fotograf auf die Idee kommen sollte eure Hochzeit alleine, gleichzeitig zu fotografieren und filmen zu wollen, solltet ihr sofort Abstand von ihm nehmen.
Wer anderer Auffassung ist möge erklären wie die Ringübergabe funktionieren soll wenn man nur eine Chance hat diese einfangen zu können und nur zwei Hände besitzt. Eine Foto- und eine Videokamera gleichzeitig zu benutzen geht also nicht, zumindest als menschliches Wesen. 😉

Wer jetzt behauptet man könne einzelne Bilder auch aus einem Video exportieren sollte sich nicht als professionell bezeichnen.

Fotokamera vs. Videokamera

In der Regel besitzt ein Fotograf mindestens eine Fotokamera, wenn diese auch filmen kann, so filmt diese nicht in der notwendigen Auflösung bzw. Farbtiefe. Fotokameras fotografieren zwar RAW aber versagen oft in der Videoaufnahme. Professionelle Filmemacher benutzen Videokameras die RAW und bis zu 12 Bit als Video aufzeichnen.
Eine Hochzeit wird zwar selten mit RAW aufgenommen aber man merkt den Unterschied zwischen den Kameras bei Videoaufnahmen. Vieles ist Geschmacksache aber wir fotografieren gerne mit einer Vollformatkamera aber nutzen diese ungerne als Videokamera.
Als Fotograf wird man solche Filmkameras meist nicht nutzen und scheidet damit auch schnell als professioneller Hochzeitsfilmer aus.

Das Equipment eines Fotografen unterscheidet sich von dem eines Videografen

Neben den Kameras die sich unterscheiden kommt der Unterschied des Equipments.
Während ein Fotograf gerne mit einem Blitzlicht ausgestattet ist, die Kamera mit seinen Händen hält und einen Tragegurt um die Schulter geworfen hat, kann der Filmemacher mit all dem nichts anfangen.
Die Filmkamera ist entweder auf einem Stativ mit einem Videokopf (Fluid Head) oder einem Schwebestativ. Blitzlicht ist in No Go und jeglicher Gurt an der Kamera stört das Filmen.
Allein das Laufen mit einem Schwebestativ oder Gimbal muss gelernt sein. Wenn man damit wenig zu tun hat wackelt das Bild trotz Stabilisierung.

Kameraeinstellungen

Zu guter Letzt kommt auch der Unterschied bei der Einstellung der Kamera. Belichtungszeiten und Farbprofile unterscheiden sich hier zwischen beiden Berufsgruppen extrem. Während der Fotograf gerne ein klares Bild hat und schöne Farben benötigt, möchte der Filmemacher eine natürliche Bewegungsunschärfe und ein farbloses Bild (Flat-Profile). Damit kann der Filmemacher in der Nachbearbeitung besser arbeiten.

All diese Unterschiede machen also einen Fotografen ungeeignet als Filmemacher und umgekehrt. Das ist auch der Grund warum wir mit einem Hochzeitsfotografen zusammenarbeiten, so kann sich jeder auf sein Spezialgebiet konzentrieren und das beste Ergebnis erzielen.